Die Fünf-Elemente-Lehre

Die Fünf-Elemente-Lehre stammt aus der chinesischen Philosophie. Sie ist eine über 2000 Jahre alte Theorie zur Beschreibung von natürlichen Gesetzmäßigkeiten, nach denen sich dynamische Prozesse bzw. Wandlungen bei allem, was lebendig ist, vollziehen. Sie beschreibt also Werden, Gedeihen und Vergehen. Die fünf Elemente Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde sind unmittelbar aus der Natur abgeleitet.

Die fünf Elemente stellen Wandlungsphasen von Prozessen oder Aktionen dar. Es handelt sich daher nicht um Elemente im Sinne von Bestandteilen, sondern um Aspekte eines dynamischen Ablaufes. Das bedeutet jedoch keine stetige, monotone Wiederholung. Nach jedem Durchlauf ändert sich die Ausgangssituation, was wiederum neue Möglichkeiten für den nächsten Durchlauf bietet.

Die im Prozess wechselnden Phasen werden üblicherweise an der Jahreszeitenfolge verdeutlicht:

  • Holz steht als vorbereitende, expandierende Phase – Frühling.
  • Feuer bildet den Höhepunkt der eigentlichen Aktion; es steht für den Sommer.
  • Erde steht für den wandelnden Aspekt, der im zyklischen Prozess Evolution bewirkt (etwa die Metamorphose hin zur Fruchtbildung) sowie den Spätsommer.
  • Metall konzentriert und strukturiert die Aktion, dies gewährleistet die Wirkung der Aktion, entsprechend der Reifung im Herbst.
  • Wasser steht für die Ruhephase am Ende eines Prozesses. Es steht für Pause und Erholung und ist ein wesentlicher Bestandteil jeder Dynamik und entspricht dem Winter.
Im Stärkungszyklus nähren sich die Elemente im Uhrzeigersinn, das eine Element stärkt das nächste Element:
  • Holz lässt Feuer brennen.
  • Asche (durch Feuer) reichert die Erde mit Nährstoffen an.
  • Erde bringt Erze (Metall) hervor.
  • Spurenelemente (Metall) beleben Wasser.
  • Wasser nährt Bäume und Pflanzen (Holz).
Im Kontrollzyklus kontrollieren sich die fünf Elemente gegenseitig:

  • Holz kontrolliert Erde, indem es sie mit Wurzeln durchzieht.
  • Erde kontrolliert Wasser, indem es das Wasser eingrenzt.
  • Wasser kontrolliert Feuer, indem es Feuer löscht.
  • Feuer kontrolliert Metall, indem es Metall schmelzen kann.
  • Metall kontrolliert Holz, indem es Holz spalten kann.
Jede Phase in einem Entwicklungsprozess ist wichtig und hat ihre Bedeutung. Eine Phase auszulassen bedeutet, einen Entwicklungsschritt auszulassen. Damit fehlt aber etwas im gesamten Prozessablauf. Es ist möglich, dass folgende Schritte dann scheitern bzw. schlecht gelingen.

© Dagmar Steffan, Lern- und Entwicklungsbegleitung MonteKin®